[Rezension] "Mondscheinkuss" von Ann-Kathrin Wolf

Autorin: Ann-Kathrin Wolf
Genre: Liebesroman, Kurzgeschichte
Verlag: Carlsen
Format: eBook
Seiten:98
ISBN: 978-3-646-60126-8
Erschienen: 03/2015
Preis: 1,49 €
Leseprobe

Klappentext 

Sturmjunge – Seensucht – Regenlachen …

 Zwei Tage in der Menschenwelt zu verbringen kann so schwer doch nicht sein, denkt sich die junge Nymphe Ariadne und geht prompt eine äußerst leichtsinnige Wette ein. Doch zwei Tage sind ganz schön lang, wenn man seiner Nymphenkräfte beraubt wird und nicht einmal den Busfahrer bezirzen kann. Und noch viel weniger den Jungen mit den Sturmaugen.
 

Es ist schon eine ganze Weile her, dass die süßen Kurzgeschichten der bittersweet Reihe aus dem Carlsen Verlag meine Aufmerksamkeit erregt haben und ich mich in diese Romantik- und Magieversprechende Welt habe fallen lassen. Da ich noch ein paar ungelesene eBooks besitze, habe ich mir heute "Mondscheinkuss" von Ann-Kathrin Wolf vorgenommen und auch wenn Nymphen jetzt nicht gerade zu meinen Lieblingswesen zählen, über die ich Bücher verschlingen könnte, hat mich die Autorin mit der Geschichte in ihre persönliche Welt hineingezogen und begeistert.

Der Leser erlebt die Geschichte aus Ariadne's Augen. Ein ungewöhnlicher Name, über den ich ehrlich gesagt sehr oft gestolpert bin.
Sie ist in der Menschenwelt gestrandet und Stück für Stück erfährt der Leser wieso: Sie hat eine Wette mit einer anderen Nymphe abgeschlossen und sich unerlaubt aus ihrer sicheren Welt entfernt. Doch das sie ohne jegliche magischen Kräfte ziemlich verloren sein würde, war Ariadne nicht klar.
Ihre Schilderungen, wie sich die Menschenwelt von ihrer unterscheidet, fand ich sehr schön und haben meine Vorstellungskraft gut angekurbelt.

Als sie Matt begegnet, nimmt die Geschichte ihren Lauf, denn mit ihrer hauchdünnen Toga und den Sandalen ist sie ein ungewöhnlicher Anblick für die Menschen. Matt spürt Ariadne's Unwohlsein und wirkt auf ihn verloren, also nimmt er sie mit zu sich und lächelt über ihre ganzen ungewöhnlichen Kommentare. Ariadne ist sofort von ihm angezogen und besonders seine blauen Augen faszinieren sie, weshalb sie ihn auch Sturmjunge nennt.
Sie verbringen eine gemeinsame Zeit, die ich als ruhig bezeichnen würde und dennoch aufregend. Ariadne lernt die Stadt kennen, den Unterschied zwischen Kaffee und Kakao, was ein Film ist und sogar Karaoke und Bier. Es ist ein abwechselndes Bad der Gefühle, denn wenn Ariadne und Matt alleine sind, fühlt sich die Geschichte sehr sanft an, doch sobald andere Personen ins Spiel kommen, zeigt sich, dass Ariadne auch anders sein kann als nur nett.

Mir haben die schnellen Wechselmöglichkeiten sehr gefallen und sie haben der Hauptprotagonistin etwas glaubwürdiges gegeben. Sie ist für zwei Tage in einer anderen Welt und lernt völlig neue Dinge kennen - natürlich kann sowas nicht ohne Lehren und Erkenntnisse bleiben.
Ariadne's Charakter ist vielschichtiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Matt war besonders zu Beginn nur schwer einzuschätzen. In den Dialogen kam seine Ausdrucksweise manchmal der eines Teenagers nach, doch er hatte auch reifere Momente - ich konnte ihn nur schwer einschätzen.

"Mondscheinkuss" hat etwas romantisches, etwas verspieltes und man kann als Leser die menschliche Welt aus den Augen eines anderen Wesens betrachten, was ziemlich fesselnd war. Ann-Kathrin Wolf reißt die Welt der Nymphen stellenweise an und machte mich neugierig, aber man darf nicht vergessen, dass es eine Kurzgeschichte ist - es bleibt also Raum für die eigene Fantasie.

Quellen:
Umschlaggestaltung ©: formlabor
Abbildung: © shutterstock | Yulia Glam, Ron Dale
Klappentext ©: impress
Rezension ©: nallasbuecherkiste.blogspot.com

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