[Rezension] "Gleich und gleich küsst sich gern" von Poppy J. Anderson (New York Titans #13)


Autorin: Poppy J. Anderson
Reihe: New York Titans, Band 13
Genre: Liebesroman, Football
Format: eBook
Erschienen: 04/2016
Preis: 3,49 €
Leseprobe

Taschenbuch
Erschienen: 04/2016
Seiten: 386
ISBN: 978-1530874675
Preis: 11,94 €



Klappentext: 
Willow Fielding hat ein Problem: Sie ist New Yorkerin und lässt sich daher weder von gegen Schaufenster urinierenden Obdachlosen abschrecken noch lässt sie sich gerne herumkommandieren – auch nicht von triebgesteuerten Chefs, die ihr an die Wäsche gehen und nach einem grandiosen Wochenende die Kündigung ins Postfach legen wollen!
Sowieso hält sie die Männerwelt für ziemlich eigenartig, schließlich scheint es so, als begnügten sich selbst intelligente Männer nur noch mit Frauen, die den IQ eines aufgetauten Toastbrots besitzen und den eigenen Namen nur mit einem Rechtschreibprogramm schreiben können.
Matt Willis, den Willow durch ihren zukünftigen Footballschwager Eddie kennenlernt, gehört eindeutig zu dieser Sorte Mann. Schließlich führt er bei jeder Gelegenheit ein anderes Dummchen am Arm spazieren, das an seinen Lippen hängt.
Frustriert beschließt Willow, genau dieses Thema in ihrer nächsten Kolumne zu verarbeiten. Dass sie damit in ein Wespennest sticht und sich ausgerechnet Matts Aufmerksamkeit sichert, führt zu einigen interessanten Begebenheiten.
FOLGEBAND! ACHTUNG SPOILERGEFAHR!!!


Nach meiner mehrmonatigen Lesepause stand mir mal wieder der Sinn nach einer Geschichte, die man ganz klar in die Kategorie Frauenromane packen kann. Dabei wurde mir wieder die New York Titans Reihe ins Gedächtnis gerufen und habe mir direkt den dreizehnten Band "Gleich und gleich küsst sich gern" runtergeladen.

Was mir schon immer so an Poppy J. Anderson's Büchern gefallen hat, ist die Leichtigkeit, mit der man sie lesen kann. Manchmal wiederholt sich zwar das Wort hatte zu oft und gewisse Satzformulierungen wiederholen sich mit etwas anders gewählten Worten, aber darüber konnte ich immer hinwegsehen, da mich die einzelnen Charaktere so extrem in ihren Bann gezogen haben und mich ihre Geschichten begeistern konnten. Je mehr Bände man aus der Reihe liest, umso deutlicher wird diese Familienatmosphäre zwischen den Footballspielern und ihren Frauen und Familien, die man als Leser Buch für Buch verfolgen konnte. Anderson bietet viel Charaktervielfalt und konnte mich bisher mit jedem Charakter überzeugen.

In "Gleich und gleich küsst sich gern" fühlen sich Willow Fielding - Ava's Schwester, die man als Leser der Reihe bereits kennt - und der PR-Agent der Titans und Jurist Matt Willis gegenseitig auf den Zahn und was soll ich sagen? Es passte wie die Faust aufs Auge.
Willow, der rothaarige Wildfang, die ihre große Klappe niemals halten kann und sich bereits durch mehrere verschiedene Studiengänge, Praktika und Jobs gewuselt hat, ohne wirklich zu wissen, was sie im Leben ausfüllt, ist nun Journalistin beim Close Up, einer Frauenzeitschrift. Sie schreibt über das Singleleben in New York, wovon man als Leser ziemlich lustige Zeilen von vorgesetzt bekommt. Die Einführung in dieses Buch startete mit ihrem Chef Craig, mit dem sie einmal unverbindlich geschlafen hat und der ihr eröffnet, dass sie bitte einen Kündigungsgrund liefern soll, weil er nun mit einer Praktikantin namens Tiffy zusammen ist und ihr der Hintergrund zwischen Craig und Willow nicht gefällt. Ziemlich absurd, doch das wurde noch durch Willow's Meinung über Tiffy und ihre Qualitäten ins lächerliche gesteigert. Von Seite eins zeigt Willow ihre Schlagfertigkeit und ihr kritischer Wortschatz führt dem Leser klar vor Augen mit welchen Mitmenschen sie sich rumärgert. Ihr Charakter wird durch eine immer mal wieder am Rande erwähnte Freundschaft mit einem schwulen Mann aufgepeppt, der Schwung in ihre Konversation bringt. Als hätte Willow das nötig!

Matt ist eigentlich die perfekte Beute für ihre Kolumne. Man könnte ihn auch Versuchsobjekt nennen. Denn sein Geschmack für Frauen beschränkt sich auf solche, die man nur als Dummchen bezeichnen kann. Er will  unverbindlichen Spaß und die Frauen, wenn sie ihm lästig werden, schnell wieder ohne große Diskussion loswerden. Damit stößt er bei Willow auf Feuer, denn sie selbst hat Erfahrungen mit solchen Männern gemacht und da sie zu Recherchezwecken auf Online Datingseiten surft, ist das Gesamtbild schnell dargestellt: Mann und Frau treffen sich, jeder hat seine Vorurteile, doch sie fühlen sich trotzdem zueinander hingezogen.

Es ist klischeebehaftet und kitschig, na klar, aber manchmal möchte man als Frau genau sowas lesen. Was mir ein wenig die Lust verdorben hat - und mir verdeutlicht hat, wie oft manche Dinge wiederholt werden - war das Wort pinkeln und alles, was damit zu tun hat. Angefangen hat es mit Craig, der Willow beim Sex gesteht, dass er darauf steht angepinkelt zu werden und da sie als Journalistin Themen braucht, über die sie schreibt, fragt sie bei einer kleinen Party auch die Footballspieler dazu aus. Ihre große Klappe ist unzensiert und eigentlich mag ich das auch, aber sie war viel zu sehr auf dieses Thema fokussiert. Und ihr erstes Treffen mit Matt ist im Badezimmer, in das sie betrunken reinplatzt und sich auch nicht verscheuchen lässt.
Auch die ständigen Vergleiche wie dämlich die Frauen sind, mit denen Matt normalerweise ausgeht, wurden in meinen Augen etwas zu überreizt. Ständig zu lesen, dass sie alleine die Toilette nicht finden, hat die Handlung auch nicht vorangebracht oder gewisse Szenen oder Standpunkte verdeutlicht.

Doch trotz der Vorurteile und Klischees kann man als Leser auch ein wenig Ernsthaftigkeit erkennen, wenn es um Matt's Karriere und sein Schicksal geht, was die Autorin glaubhaft und gut rübergebracht hat. 

Da ich die eBook Version gelesen habe, steht ja unten rechts immer wie viel Prozent ich schon gelesen habe und ich war etwa bei 85, weshalb ich dachte, das da noch mehr kommt, doch urplötzlich war die Geschichte zu Ende. Zu plötzlich. Irgendwie unvollständig.
Stattdessen gab es einen kleinen Bonus, der nochmal auf die Footballspieler eingeht und ihren aktuellen Stand im Leben, angefangen bei Julian Scott, der das Team gerade erst verlassen hat. Diese Mini-Bonuskapitel sind keine großen Weitererzählungen, sondern fassen noch einmal zusammen, was man so sehr an dem jeweiligen Charakter schätzt. Es fühlte sich an, als würde ich eine Zusammenfassung lesen, die mich daran erinnert, wieso ich welchen Charakter so gerne mag. Und auch wenn es inhaltlich wenig zu bieten hat, fand ich es schön mich nochmal zurück zu lehnen und die lustigen, tollpatschigen, romantischen, fetzigen und liebenswerten Momente zu lesen. Als Bonus auf jeden Fall nicht verkehrt.

Die beiden Hauptcharaktere Willow und Matt sind es definitiv wert, das Buch zu lesen. Sie sind stark, trotzig und entwickeln sich heimlich. Doch das Ende kommt so abrupt, dass ich mir irgendwie mehr davon gewünscht hätte, besonders mehr Interaktionen mit den anderen Spielern.
Es gibt viele witzige Momente und noch mehr, bei denen man sich fremdschämen möchte, doch insgesamt ist das Buch liebenswert geschrieben. Die ständigen Wiederholungen mancher Einzelheiten haben meiner Leselust zwar hin und wieder einen Dämpfer verpasst, aber die Dinge, die ich mochte, überwiegen.


"Hände weg vom Quarterback" 
"Küss mich, du Vollidiot"
"Cheerleader küsst man nicht"
"Spiel ins Herz"

"Gleich und Gleich küsst sich gern" 
"Wer will schon einen Footballspieler?" 
Sonderbände:

Quellen
Covergestaltung ©: Catrin Sommer, rausch-gold.com
Abbildung
©: Ekaterina Zemskova, shutterstock.com
Klappentext ©: Poppy J. Anderson
Rezension ©: nallasbuecherkiste.blogspot.de

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