[Rezension] "Steel" von Inka Loreen Minden (Warrior Lover #7)


Autorin: Inka Loreen Minden
Reihe: Warrior Lover, Band 7
Genre: Dystopie, Erotik
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Format: Taschenbuch
Seiten: 252
ISBN: 978-1503085978
Erschienen: 11/2014
Preis: 8,99 €
Leseprobe


Klappentext
Die Warrior sind nicht länger allein. Die Huntress kommen!
»Endlich mal richtige Weiber für uns, nicht diese Püppchen«, sagt Steel, Leibwächter von Präsident Pearson.
...

Als Senator Murano die Huntress als Geheimwaffe nach White City schickt, ahnt er nicht, dass sein Plan vereitelt wurde, denn die Kriegerinnen wandern direkt ins Gefängnis. Nur Rhona kann fliehen und irrt allein durch das geheime Tunnelsystem der Stadt. Der Warrior Steel heftet sich an ihre Fersen und stellt ihr eine Falle. Daraufhin hält er die widerspenstige Jägerin in der ehemaligen Vergnügungseinheit fest, um auf seine Art Informationen aus ihr zu holen. Dabei stellt sich heraus, dass die Huntress ein schreckliches und zugleich wunderbares Geheimnis hüten.

Der Roman enthält zusätzlich die Nebenstorys von Fire und Jazz sowie Yana und Tarek. Diese spielen in New World City. 
ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!!!

Die Warrior Lover Reihe von Inka Loreen Minden ist eigentlich eine Trilogie, doch die Autorin hat zum Glück immer noch Lust auf diese Geschichte und brachte danach noch drei Bonusgeschichten raus, dessen Handlungen sich quasi nochmal überkreuzt haben, nur dann halt aus einer anderen Perspektive.
Dass auch dieses vierte Sonderbuch "Steel" nicht das letzte sein wird, macht mich unglaublich froh, denn ich liebe diese Welt und kann einfach nicht genug davon bekommen!

Es hatte sich angekündigt! Die Huntress kommen. Ein simpler Satz, der bei mir ein richtiges Vorfreudekribbeln auslösen konnte, denn in dieser dystopischen Welt, wo Menschen in vielen Städten immer noch unterdrückt und mit Lügen abgespeist werden, weiß man nie, was noch alles kommen kann. Ein paar Schlachten konnten die speziell gezüchteten Warrior, die sich gegen ihr Regime aufgelehnt haben, schon gewinnen, doch es herrscht immer noch Krieg. Zuviele Warrior und Menschen müssen noch aufgeklärt werden und die heimlichen Drahtzieher im Hintergrund wurden noch lange nicht alle entlarvt.
Viel war bisher von den Huntress - der weiblichen Gegenstücke der Warrior - nicht bekannt, doch Steel hatte schon im letzten Buch klar gemacht, dass er eine Frau mit Temperament braucht und die Jägerinnen besitzen jede Menge davon.
Dank Emma's Warnung ist ihr Partner und Präsident von White City gewarnt, dass die Huntress geschickt wurden um Chaos zu stiften. Gezüchtet um die Warrior ordentlich aufzumischen sind diese Jägerinnen auf einer Mission unterwegs, die über ihr weiteres Schicksal entscheiden wird. Eine sehr persönliche Mission, die sie zu allem entschlossen macht.

Ich muss gestehen, dass ich mich richtig gefreut habe das bisher dickste Buch dieser Reihe in den Händen zu halten. Zumal es diesmal nicht nur eine Geschichte ist, die erzählt wird, sondern insgesamt drei, die sich perfekt ineinander einfügen und ergänzen.
Mit Steel konnte der Leser schon Bekanntschaft machen und ich habe ihn da schon sofort in mein Herz geschlossen. Hart, aber fair und unglaublich humorvoll braucht er den Extrakick, wenn es um Frauen geht. Da kommt die Huntress Rhona gerade recht, die sich richtig gegen ihn auflehnt und mehr als nur ihre Krallen zeigt.
Zu Beginn ist alles noch ganz unterhaltsam und das Aufeinandertreffen zwischen den Warriorn und Huntress mehr als explosiv. Aber je mehr man von Rhona erfährt, umso weniger konnte ich irgendwie mit ihr anfangen. Selbst als der große Knoten platzt und alles an Informationen fließt, mochte ich sie nicht wirklich. Erst war sie wild, unberechenbar und roh. Absolut in Ordnung. Doch als ihr Geheimnis rauskommt, verändert sich natürlich auch der Fokus und man bekommt ganz andere Einblicke in diesen Charakter. Mir war das zu extrem. Als würde man eine Domina in eine Nonnentracht stecken, die darunter Lackstiefel trägt und eine Peitsche versteckt hält. Eigentlich eine amüsante Vorstellung, aber ich fand die Gedanken, die Aussagen und das komplette Ende dann von wild auf kuschelkurs zu extrem. Steel hingegen konnte diesen Spagat gut meistern. Er ist für beides gemacht ohne das man merkt, was dominiert. Beide Gedankengänge sind da, aber sie ergänzen sich. Und bei Rhona und einigen anderen Huntress kam mir der Sprung dann einfach zu gigantisch vor. Somit konnte ich zu ihrem Charakter einfach nicht viel Sympathie entwickeln.

Das selbe galt für Yana und Tarek. Sie ist Emma's Zwillingsschwester und bisher kannte man sie nur aus Erzählungen. Ihre Persönlichkeit war somit eine kleine Überraschung. Da ihr Onkel Steven Murano, der  Senator der "bösen Seite" ihren Tod will, schickt er sie in den Glauben ihre Schwester zu sehen mit Tarek los, der sich ihrer dann entledigen soll. Tarek selbst ist als Bodyguard tätig und hinterfragt seine Befehle nicht, aber Yana löst etwas in ihm aus. Für mich ist er der undurchschaubarste Charakter dieses Buches gewesen. Und auch mit Yana wurde ich nicht ganz warm, denn erst rastet sie aus und hat Angst vor ihrer Zukunft und plötzlich macht es Klick und sie kann sich doch mit ihrer neuen Umgebung normal auseinandersetzen? Das erschien mir nicht ganz glaubwürdig, auch wenn ihr Charakter vielleicht nur so wirklich ins Bild gepasst hätte.
Da war mir Jazz, ebenfalls ein Handlanger von Murano allemal lieber. Bei ihm wusste man, wo man dran war. Als Foltermeister erledigt er die dreckigen Jobs und wird dank seiner Injektionen von jeglichen Gefühlen abgeschottet. Er hat viel schlimmes durchmachen müssen, aber doch ist es der Warrior Fire, der etwas in ihm auslöst.
Für mich persönlich war die Geschichte zwischen Fire und Jazz der interessanteste Teil diesen Buches. er konnte mich mit vielen Emotionen, Tragödien und Drama beeindrucken. Die Angst vor dem eigenen Erkennen stand dabei genauso im Mittelpunkt wie die Leidenschaft zwischen zwei Männern, die sich Stück für Stück annähern. Was bedeutet Liebe, wenn man darauf gedrillt wurde nichts zu empfinden?
Mein Highlight war das Ende.

"Warrior Lover: Steel" konnte mich mit verschiedenen Handlungen begeistern. Der Huntress/Warrior Part, der mich inhaltlich fesseln konnte, aber charakterlich weniger überzeugt hat. Dann der Offenbarungsteil, als sich für Yana neue Perspektiven eröffnen und der Verrat ihres Onkels sie in eine neue Welt hineinzwingt. Und mein Lieblingsteil von der verwundeten, geschundenen Warrior-Seele, die sich versucht durch die Gefühlskälte und den ganzen Hass zu graben um zu einem anderen Warrior zu gelangen.

Auch wenn ich Rhona und Yana charakterlich weniger gut fand, war auch dieses Buch wieder richtiges Warrior Lover Feeling für mein Leseherz und ich hatte ein paar wundervolle Lesestunden :)
Ich freu mich auf mehr! <3

Sonderbände
"Steel"
---weitere Romane sind geplant---


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