[Rezension] "City of Lost Souls" von Cassandra Clare (Chroniken der Unterwelt #5)
Autorin: Cassandra Clare
Originaltitel: City of Lost Souls
Reihe: Chroniken der Unterwelt, Band 5
Verlag: arena | Format: Gebunden
Seiten: 677 | ISBN: 9783401066677
Erschienen: 02/2013
Preis: 19,99 € [D]
Leseprobe | Hörbuch

Cover: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 3 Bonus)
Spannung: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)
Charaktere: ♥♥♥♥ (4/5)
Lesespaß: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)



Inhalt:
Die Dämonin Lilith ist besiegt und Jace aus ihren Fängen befreit. Aber als die Schattenjäger am Schauplatz eintreffen, finden sie nur noch Blut und zerbrochenes Glas. Nicht nur von Jace, den Clary über alles liebt, fehlt jede Spur, auch ihr dunkler Halbbruder Sebastian, den sie aus tiefstem Herzen hasst, ist verschwunden. Doch Jace findet Clary wieder und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunkle Mächten verbunden. Nur ein kleiner Trupp glaubt daran, dass Jace noch gerettet werden kann. Dazu müssen sich allerdings auch die Schattenjäger der dunklen Magie verschreiben. Clary geht den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace' Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?

Lieblingszitat:
Clary bekam kaum Luft und stieß mühsam hervor: "Hab mir... beim Ohrfeigen... deiner nichtsnutzigen Visage... den Nagellack ruiniert... siehst du?" Sie zeigte ihm ihren Finger - den Mittelfinger.

Meine Meinung:
Cassandra Clare's Chroniken der Schattenjäger sind endlich zurück. Mit dem fünften Buch dieser Reihe "City of Lost Souls" dürfen wir Leser endlich wieder zusammen mit Clary auf Entdeckungsreise gehen. Es gibt wieder verdammt viel Dunkles und Böses, was sich seinen Platz in der Welt erobern will und diesmal haben sie alle Register gezogen.
Ich war wieder einmal so in dieses Buch vertieft, dass ich mir am liebsten selbst ein Schattenjägeroutfit angezogen, und mich mit in die Schlacht gestürzt hätte.

"City of Lost Souls" bginnt genau dort, wo das vierte Buch aufgehört hat. Mit einem riesengroßen Schlag in Clary Fairchilds Herz. Ihr leiblicher Bruder, der die Identität Sebastian Verlac's angenommen hat, sollte eigentlich tot sein, doch die Dämonefürstin Liltih hat ihn persönlich ins Leben zurückgeholt. Sebastian schlägt genau nach seinem Vater Valentin und strebt nach Macht - ganz egal, was er dafür bezahlen, oder mit wem er sich dabei verbünden muss.
Doch diesmal ist Sebastian nicht alleine, denn Lilith hat ihm ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Sein Leben und sein Tod ist vom jetzigen Zeitpunkt auch Jace' Leben und Jace' Tod. Mithilfe sehr schwarzer Magie steht Jace nun unter Sebastian's Einfluss. Alles, was Sebastian will, will nun auch Jace und er geht bereitwillig mit, glaubt an Sebastians Pläne und tut alles, was Sebastian will. Nur eine Sache scheint in Jace weiterhin zu bestehen: Seine Liebe zu Clary, weswegen er Sebastian bittet sie mitnehmen zu dürfen und sie in ihre Pläne einzuweihen...
Clary hingegen ist am Boden zerstört. Der Rat hat sie mehrfach unter Beschuss genommen, weil sie glauben Clary können wissen, was für Pläne ihr verhasster Bruder haben könnte. Schließlich war sie die letzte auf der Dachterasse, die die Beiden gesehen hat.
Als Jace bei Clary auftaucht und ihr klar wird, wie Sebastian ihn in der Hand hat, beschließt sie ihren eigenen Weg zu gehen, denn auf die Hilfe des Rates, dessen Prioritäten definitiv nicht bei Jace liegen, kann sie sich nicht wirklich verlassen. Nur ihre Freunde Alec und Isabelle - Jace' Adoptivgeschwister, der Hexenmeister Magnus Bane, ihr bester Freund und Vampir Simon und die Werwölfe Jordan und Maia scheinen ihre einzigen Verbündeten zu sein...

Ich hatte wirklich noch nie so eine große Lesefreude bei solch dicken Wälzern wie den Chroniken der Unterwelt.  Cassandra Clare's Schattenwelt ist schon seit dem ersten Buch tief in mein Unterbewusstsein verwurzelt. Detailgetreu und magisch. Auch ihre Hauptfiguren sind mir sehr vertraut und jeden einzelnden davon habe ich in mein Herz geschlossen. Ganz besonders Alec - ihn mag ich am liebsten. Seine Liebesbeziehung zu Magnus Bane im Hintergrund habe ich immer sehr gerne gemocht. Er ist sterblich, während Magnus' Existenz niemals auf natürliche Weise ein Ende finden würde. Das es an Alec nagt, spürt man deutlich. Zum einen ist da die Sorge um Jace, seinen Bruder im Herzen und im Kampf, und dann seine Angst um seine Beziehung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht natürlich Clary, die ihren Jace zurückwill und dabei jede Regel und jede Vorsicht vernachlässigt, aber man spürt auch deutlich die anderen Handlungsstänge, wie Alec und Magnus und Isabelle, die sich deutlich verknallt hat, aber zu hart ist um es sich selbst irgendwie einzugestehen. Sie ist eine Schattenjägerin, die niemals um Hilfe bitten würde, aber wenn es um Simon geht, dann weiß sie selbst nicht so ganz, was sie glauben soll.
Sebastian war für mich wieder einmal die Hassfigur der Geschichte und doch kam er diesmal familärer rüber. Er glaubt unbesiegbar zu sein, aber manchmal könnte man auf die Idee kommen seine Fassade würde ein paar Risse bekommen. Vorallem ist es so, als würde Valentin noch immer die Strippen ziehen...

Die weitere Nebengeschichte der beiden Werwölfe Jordan und Maia waren auch interessant, aber auf eine andere Weise. Sie gehören zum internen Kreis und sind Verbündete - fast niemand schafft es Nebenfiguren so eine starke Stimme zu verleihen wie Clare - und J.R. Ward! Sie ist eine absolut, unangefochtene Meisterin darin! ^^

Clare's Schreibstil ist wirklich voller Hingabe. Sie hat es geschafft mich so dermaßen zu fesseln, dass ich nur mit Mühe Pausen einschieben konnte. Besonders gut an ihren Büchern gefällt mir die Vielfalt der Dialoge. Wenn sie ernst, traurig, glücklich oder nachdenklich sind, dann spürt man das als Leser. Sie hat sehr viele Dialoge eingebaut und keine Zeitsprünge in der Geschichte gemacht, sodass alles noch viel näher rüberkommt. Bei ihr scheint alles wichtig zu sein.

Am Ende des Buches habe ich auch endlich erkannt, was mir die ganze Zeit über gefehlt hat: Der richtige Jace. Der lustige und coole Schattenjäger, dem alle Gefahren egal sind und der für jede noch so gefährliche Situation einen dummen Spruch auf den Lippen hat. Er ist charimatisch und selbstsicher, hat das Herz aber am richtigen Fleck. Weswegen ich "City of Lost Souls" eher in die Kategorie "Traurige Bücher" stellen würde. Soviel Kampf gegen das eigene Ich hat noch kein Buch geboten!

Wenn mich an diesem Buch eine Sache wirklich gestört hat, dann war es die dickköpfige Clary. Man feiert solche Charaktere immer als Helden, weil sie bereit sind alles für ihr Ziel zu tun, aber weil man diesen langwierigen Prozess bis zum eventuellen Happy End immer so zäh verfolgen muss, ist das nach einer gewissen Zeit einfach nervig. Genau deswegen hat mir der Dialog zwischen Jace und Clary am Ende so gut gefallen. Das wäre ein Dialog für ein Zitat, aber es würde jegliche Spannung für all die nehmen, die dieses Buch noch nicht gelesen haben. Ich kann es wirklich nur empfehlen, denn allein für diesen Dialog lohnt es sich, durch die Hölle zu gehen. <3

Ich komme aber auch nicht drumherum zu sagen, wie unkomfortabel das lesen war. ~_~ Die ersten drei Bücher waren vom Einband dünner und besonders Band drei lies sich gut festhalten. Bei Band vier wurde es dann so dick, dass zwar weniger Seiten, aber dennoch mehr Umfang das lesen zu einer kleinen Herausforderung gemacht haben. Ist nur eine Randnotiz, aber halt eine, die einem irgendwann in den Fingern wehtut - und anders, wie z.B. das Buch auf den Schoß oder so legen, kann ich nicht lesen. :/

Bereits erschienen:
"City of Bones"
"City of Ashes"
"City of Glass"
"City of Fallen Angels" 

Fortsetzung:
"City of Heavenly Fire" (Veröffentlichung in Deutschland noch nicht bekannt)

Die Autorin:
Cassandra Clare wurde in Teheran geborgen und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Sie lebt mit ihrem Freund und ihren zwei Katzen in Brooklyn, New York. City of Bones ist ihr Debüt. 
Cassandra Clare's Homepage
Quellen:
Foto: © Nalla
Inhalts- & Autorenbeschreibung: arena-verlag.de
[Rezension] "The Walking Dead - The Road To Woodbury" von Robert Kirkman & Jay Bonansinga (The Walking Dead #2)
Autoren: Kirkman / Bonansinga
Reihe: The Walking Dead, Band 2
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Seiten: 408 | ISBN: 9783453529533
Erschienen: 04/2013
Preis: 8,99 € [D]
Leseprobe | Hörbuch

Cover: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)
Spannung: ♥♥♥ (3/5)
Charaktere: ♥♥♥ (3/5)
Lesespaß: ♥♥♥ (3/5)


Wenn alle, die du kanntest, entweder tot oder infiziert sind ...
Wenn deine Familie vor deinen Augen von blutrünstigen Untoten angefallen wird ...
Wenn der nächste Tag dein letzter sein könnte ...
Was würdest du tun?

Inhalt:
Während ganz Amerika von den Untoten heimgesucht wird, schla gen sich die letzten Grüppchen von Überleben durch und suchen nach sicheren Orten. Einer dieser Orte ist das Städtchen Woodbury, in dem ein Mann, der einstmals Philip Blake hieß und der sich nun der »Governor« nennt, ein hartes Regime führt. Für den Kampf gegen die Zombies und den Erhalt der Ordnung ist ihm jedes Mittel recht, und er kennt keine Skrupel. Als die junge Lilly Caul nach einer Odyssee durch die verlassenen Vororte von Atlanta schließlich nach Woodbury gelangt, glaubt sie zunächst, in einer Oase der Leben den angekommen zu sein. Doch je mehr sie über den Governor und seine Vorstellungen von Recht und Ordnung erfährt, umso unheim licher wird ihr dieser Ort, bis sie schließlich mit einer Gruppe an derer Unzufriedener den Aufstand gegen den skrupellosen Diktator wagt. Eine Entscheidung, die viele für immer bereuen und noch mehr mit dem Leben bezahlen werden ...

Lieblingszitat:
Ein anderes Mal merkt ein bereits betagter Camper, dass er gerade auf einen Zombie kackt, und kriegt beinahe einen Herzinfarkt.

Meine Meinung:
The Walking Dead ist aktuell mein liebstes Thema mit dem ich mich beschäftige. Die Comicbücher, die als Vorlage zur TV-Serie dienten waren der Hammer und Robert Kirkman wurde schnell zu einem meiner Lieblingsautoren. Das Buch zur Serie "The Walking Dead - Rise of the Governor" war der erste Teil einer Buchreihe und ich war absolut gefesselt von dieser Hoffnungslosigkeit und Stärke der Charaktere. Mir hat diese perfekte Zusammenfügung von Wahnsinn und Apokalypse gefallen und dementsprechend habe ich mich riesig auf das Folgebuch gefreut.
Jedoch habe ich sehr, sehr lange an diesem Buch gelesen, weil es mich einfach nicht so sehr in seinen Bann ziehen konnte, wie ich das sonst von The Walking Dead gewohnt bin.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir neue Überlebende kennen. Eine Gruppe verschiedener Männer und Frauen mit Kindern, die sich in einem riesigen ehemaligen Zirkuszelt auf einem großen Feld eingerichtet haben. Die Aufgaben sind klar verteilt.
Zu dem Hauptkern dieser Leute gehört Lily Caul, aus dessen Sicht das meiste Geschehen erzählt wird. Vor Ausbruch der Plage war sie mit ihrer Freundin Megan unterwegs, die einstmals unzertrennlich waren und sich alles über Drogen bis hin zu Freunden teilten. Doch dann zerriss dieses Band, als Lily ihr Studium beenden wollte und einen sehr guten Job angeboten bekam, den sie aber ablehnte.
Ebenfalls im Mittelpunkt steht Josh Lee Hamilton, ein Afroamerikaner, der als groß und stark beschrieben wird.
Als es zu einem ziemlich blutigen Zombie-Zwischenfall kommt, bei der ein junges Mädchen stirbt, die in Lilys Obhut war, rastet ihr Vater aus und schlägt Lily - bis Josh eingreift und seine Wut über diesen brutalen Hinterhalt zum Ausdruck bringt. Ihm liegt mehr an Lily und zu sehen, wie sie verletzt wird hat ihn soweit gebracht, dass er für sie morden würde.
Josh hat ein Verbrechen begangen und einen lebenden Menschen getötet, sodass die anderen über sein Schicksal entscheiden müssen. Es gibt nur zwei Alternativen: Tod oder Verbannung...
Als Lily und auch der Ersthelfer Bob Stookey, ein älterer Mann, der in Afghanistan war, mitkommen, schlagen sie sich lange Zeit mehr schlecht als recht durch. Auch Megan und ihr Freund Scott sind mit von der Party, allerdings dauerhaft zugekifft.
Als sie glauben den großen Jackpot geknackt zu haben tauchen plötzlich ein paar schwer bewaffnete Männer auf und nach anfänglichen Verhandlungen, wie alle lebend aus dieser Sache wieder rauskommen, entschließen sich Josh und seine Gruppe Martinez und seinem Team fürs erste anzuschließen und in die angeblich sichere Stadt Woodbury zu gehen.
Doch schnell merken sie, dass mit dieser Stadt etwas nicht stimmt. Der Mann, der das Sagen hat nennt sich selbst der Governor und Lily findet ihn dirket unsympathisch...

Dieses Buch inhaltlich zusammenzufassen hat sich schwieriger gestaltet als ich dachte. Das mag daran liegen, dass ich das Buch in ungewöhnlich vielen Etappen gelesen habe, oder aber daran, dass ich kein wirkliches Grundgerüst finden konnte. Mir kam dieses Buch so vor, als wäre es ein ewig, nicht enden wollender Prolog für ein weiteres Buch. Der Leser lernt sehr umfangreich neue Charaktere kennen und eine neue Hauptkulisse, wo Menschen leben, die sich nicht vertrauen und wo man nur leben kann, wenn man etwas zum tauschen anzubieten hat. Sei es Arbeit für die Männer, wo Sicherheitszäune aufgebaut werden und sonstige handwerkliche Tätigkeiten anfallen oder aber auch körperliche Dienste von Frauen.
Lily und Josh passen dort absolut nicht rein und suchen nach einer Alternative zum Überleben, während Bob in den engeren Kreis des Governor kommt, der ihn umschmeichelt und Megan rumhurt. Scott ist nicht mehr aufzufinden. 

Der Governor ist zwar eher im Hintergrund, aber er weiß wie er sich in den Vordergrund kämpfen kann. Seine Präsenz ist irgendwie immer zu spüren. Extrem düster, sensationslüstern und dramatisch. Im Grunde muss man sich immer fragen, was ihm als nächstes in sein krankes Hirn kommt.
In diesem Buch spürt man wieder den deutlichen Unterschied zur Serie. Dieser Governor hat nichts charmantes an sich, auch das er klug sein soll kommt nicht so rüber.

Kirkman und Bonansinga hätten meiner Meinung nach deutlich mehr aus dieser Story rausholen können. Wie auch in Band eins wurden die Bedrohungen immer sehr früh offen gelegt. Der Leser wusste es, aber der Charakter nicht und diese Mischung hat doch etwas höchst eigensinniges, was der einzige Spannungsfaktor in diesem Buch war.

In Kriegszeiten passieren schlimme Dinge und Menschen verändern sich - deutlich machen es diese Bücher!

Bisher erschienen:
"The Walking Dead #1 -Rise of the Governor"

Fortsetzung:
Erscheint noch:
"The Walking Dead #3 - The Fall of the Governor" (11/2013)

Die Autoren: 
Robert Kirkman ist der Schöpfer der mehrfach preisgekrönten und international erfolgreichen Comicserie The Walking Dead. Die gleichnamige TV-Serie wurde von ihm mit entwickelt und feierte weltweit Erfolge bei Kritikern und Genrefans gleichermaßen. Zusammen mit dem Krimiautor Jay Bonansinga hat er nun seinen ersten Roman aus der Welt von The Walking Dead veröffentlicht.
Offizielle Homepage von Robert Kirkman
Quellen:
Foto: © Nalla
Inhalts- & Autorenbeschreibung: randomhouse.de
[Rezension] "The Walking Dead - Rise of the Governor" von Robert Kirkman & Jay Bonansinga (The Walking Dead #1)
Autoren: Kirkman / Bonansinga
Reihe: The Walking Dead, Band 1
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Seiten: 439 | ISBN: 9783453529526
Erschienen: 07/2012
Preis: 8,99 € [D]
Leseprobe | Hörbuch

Cover: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)
Spannung: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)
Charaktere: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)
Lesespaß: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)


Wenn alle, die du kanntest, entweder tot oder infiziert sind ...
Wenn deine Familie vor deinen Augen von blutrünstigen Untoten angefallen wird ...
Wenn der nächste Tag dein letzter sein könnte ...
Was würdest du tun?

Inhalt:
Die Apokalypse ist hereingebrochen: Eine weltweite Plage lässt die Toten wiederauferstehen und Jagd auf Menschenfleisch machen. Die meisten Überlebenden fliehen in Angst und Schrecken, und nur wenige wagen es, sich der Flut der untoten Bestien entgegenzustel len. Zu ihnen gehört Philip Blake mit seiner kleinen Schar, zu der seine Tochter Penny, sein Bruder Brian sowie seine Freunde Bobby und Nick zählen. Auf ihrem Weg nach Atlanta müssen sie sich den Herausforderungen des tagtäg lichen Kampfes ums Überleben stel len. Mit diesem Höllentrip beginnt die Story des Mannes, den sie später nur noch den »Governor« nennen werden – eines unmensch­ lichen Despoten, der mit harter Hand über eine kleine Siedlung von Überlebenden regiert. Dies ist seine Geschichte ...

Lieblingszitat:
Die Stadt brummt weiter finster vor sich hin, und ein fauler, widerlicher Gestank weht ihnen ins Gesicht. Er sagt so viel wie: Fuck you!

Meine Meinung:
Als absoluter Fan der Serie The Walking Dead, basierend auf den Comics von Robert Kirkman, war es natürlich eine absolute Pflicht die neue Buchreihe von Kirkman und Jay Bonansinga zu lesen. Dieses Buch ist das erste von bisher zwei veröffentlichten und erzählt die Geschichte von Philip Blake - den man später besser unter dem Namen Governor kennt...

Die Apokalypse ist ausgebrochen. Die Toten sind aufgestanden um die Lebenden zu fressen und die USA verwandelt sich immer mehr in einen Vorort der Hölle.
Mittendrin sind Philip Blake, sein Bruder Brian, seine engsten beiden Freunde Nick und Bobby und seine Tochter Penny, die auf dem Weg nach Atlanta sind, wo sich angeblich ein Flüchtingscamp befinden soll. Doch der Weg wird ihnen von immer mehr Beißern versperrt, je näher sie sich der Innenstadt nähern. Als sie in eine Notlage geraten, wo ihr Wagen so beschädigt ist, dass sie nicht mehr weiterkommen, stoßen sie endlich auf Überlebende, doch sie hatten mit viel mehr gerechnet.

Alles Leben ist so gut wie ausgelöscht und nur noch ein paar Einzelnde sind übrig. Dieses Endzeitszenario The Walking Dead hat mich zuerst mit der Serie gepackt. Dann habe ich die Comics verschlungen, die sich ziemlich von der Serie unterschieden haben. Diese Story hat einen so großen Suchtfaktor bei mir ausgelöst und diese Bücher gestalten mir die Wartezeit bis Oktober, wo die vierte Staffel rauskommt.

Die Hauptfigur dieser Geschichte ist Philip Blake. Ein Mann, der vor dieser Plage seine Frau verlor und nur noch seine Tochter übrig ließ. Seinen Bruder Brian empfindet er als schwach und betrachtet ihn als ein nötiges Anhängsel, dass er nicht so leicht abschütteln kann. Er ist ein Mann, der sich der Gefahr stellt, sogar ein gutes Gefühl dabei bekommt, wenn er die Lage zurecht rücken kann. Angst scheint ein Fremdwort zu sein.
Auf der Suche nach neuer Hoffnung verlieren sie Bobby, was Philip schon nahe geht, doch das sie weitermüssen nimmt er hin wie ein Mann, dem jetzt nur noch der Schutz seiner Tochter über alles geht. Seinem Bruder übergibt er öfter die Verantwortung bei Penny zu bleiben, während er sich den Untoten in den Weg stellt. Jedes Gemetzel zeigt, wie seine Seele immer dunkler wird.
Als sie auf einen Mann mit seinen zwei Töchtern stoßen, die ihnen das Leben retten, erfährt Philip etwas anderes, dass ihm irgendwie neue Hoffnung gibt: Liebe. Doch er versaut es auf eine Weise, die unentschuldbar ist...
Sie ziehen weiter und müssen sich völlig neuen Bestien gegenüberstellen, wobei ein Leben ausgelöscht, und das Innere der anderen noch dunkler und hoffnungsloser wird...

"Rise of the Governor" ist ein Buch, das vom ersten Moment an zeigt, wie aussichtslos alles erscheint. Zu Beginn ist dort eine kleine Gruppe Überlebender, die sich durch Zombies kämpfen und Hoffnungen auf eine bessere Welt hinterjagen. Genauso wie auch schon in der Serie - nur diesmal mit anderen Figuren. Und auch sonst ist alles ganz anders, denn diese Personen hier haben ganz andere Stärken, ganz andere Vergangenheiten, aber dennoch das selbe im Sinn: Überleben. Und dabei auch über Leichen zu gehen...
Philip's Charakter ist sowohl aus der Serie, als auch aus dem Comic bekannt. Er ist eine Mischung aus Prinz Charming und Hannibal Lector - drastisch und unberechenbar. Ich war schon immer an seinen Hintergründen interessiert, aber leider hat dieses Buch mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.
Genau das Gegenteil: Nach dem Ende weiß ich absolut nichts mehr. Alles hat sich verändert und gedreht und den früheren "Philip" Blake gibt es nicht mehr.

Als Fan von The Walking Dead ist dieses Buch wirklich eine Pflichtlektüre, denn es zeigt die Vergangenheit, aber es offenbart auch etwas völlig unerwartetes! Auch wenn man die Serie nicht kennt, kann dieses Buch einen gefangen nehmen.
Robert Kirkman hat für die vierte TV-Staffel angekündigt, dass der Governor zurückkehrt, aber völlig anders als erwartet und mir drängt sich da so ein Verdacht auf, dass es mit dem Ende diesen Buches etwas zutun haben könnte. Wenn das so wäre, dann kann ich echt nur sagen: Genial! Und gleichzeitig völlig größenwahnsinnig.

Fortsetzung:
"The Walking Dead #2 - The Road to Woodbury"
Erscheint noch:
"The Walking Dead #3 - The Fall of the Governor" (11/2013)

Die Autoren: 
Robert Kirkman ist der Schöpfer der mehrfach preisgekrönten und international erfolgreichen Comicserie The Walking Dead. Die gleichnamige TV-Serie wurde von ihm mit entwickelt und feierte weltweit Erfolge bei Kritikern und Genrefans gleichermaßen. Zusammen mit dem Krimiautor Jay Bonansinga hat er nun seinen ersten Roman aus der Welt von The Walking Dead veröffentlicht.
Offizielle Homepage von Robert Kirkman
Quellen:
Foto: © Nalla
Inhalts- & Autorenbeschreibung: randomhouse.de
[SuB] TWD-Sucht für's erste wieder gestillt *-*
(c) Nalla
Wenn ich aktuell eines bin, dann The Walking Dead süchtig! Geilste Serie EVER!!! =)
Die Dreharbeiten für die vierte Staffel starten erst im Mai und in Amerika wird sie ab Oktober ausgestrahlt - was bedeutet, dass ich einige Zeit zu überbrücken habe. :s
Alle siebzehn Comics habe ich verschlungen, fehlten nur noch zwei Bücher, die ich mir jetzt endlich zugelegt habe. "The Walking Dead - Rise of the Governor" und die Fortsetzung dazu "The Walking Dead - The Road to Woodbury" erzählen die Vorgeschichte von Philipp Blake, der schließlich zum Governor wurde. Ich freue mich tierisch auf's lesen, auch wenn die Rezensionen (von eher weniger TWD-Suchtis^^) nicht so ganz positiv klingen.

Auch mein DVD-Regal hat einen Neuzugang bekommen. Den letzten Teil der Twilight Saga. Ich hatte privat gerade eine schwere Zeit, als der in die Kinos kam und habe es so verpasst. Das gewarte auf die DVD war nicht schön, aber als ich den Film dann endlich im DVD-Player liegen hatte, mich zurücklehnen konnte... Na ja... Das warten hat sich ja nicht gelohnt ~_~ Ich war enttäuscht von dem Film! Ohne Worte einfach =(

[Rezension] "Dark Destiny" von Jennifer Benkau (Dark Canopy #2)
Autorin: Jennifer Benkau
Reihe: Dark Canopy, Band 2
Verlag: script5
Format: Gebunden
Seiten: 462 | ISBN: 9783839001455
Erschienen: 03/2013
Preis: 18,95 € [D]
Leseprobe | kein Hörbuch verfügbar

Cover: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 5 Bonus)
Spannung: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 3 Bonus)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 1 Bonus)
Lesespaß: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 1 Bonus)


Du glaubst, Du kannst das schlimmste verhindern.
Du glaubst, Du kannst alle, die dir nahestehen, retten.
Du glaubst, Du hast einen Weg gefunden.
Du glaubst, irgendwo gibt es Hoffnung.

Inhalt:
Hilflos musste Joy mit ansehen, wie Neél von ihren eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde. Ihre große Liebe, all ihre Hoffnungen und Zukunftspläne zersplittern zu einem Scherbenhaufen, als sie schließlich von Neéls Tod erfährt. Trotz ihrer unendlichen Trauer fasst Joy einen folgenschweren Entschluss: Sie will nicht länger zu Matthials Clan gehören. Also macht sie sich allein und schlecht ausgerüstet auf den Weg durch Bomberland und von feindlichen Clans besetztes Gebiet. Es ist eine Suche nach Antworten: Wie starb Neél? Und warum? Doch es ist auch eine Suche, an deren Ende Hoffnung steht. Hoffnung auf eine zweite Chance.

Der erste Satz:
Ich hatte immer gedacht, der erste gewonnene Gerichtsprozess würde meine Zweifel verstummen lassen.

Meine Meinung:
"Dark Destiny" ist der zweite und letzte Teil einer Dystopie-Reihe von der deutschen Autorin Jennifer Benkau. Ihr Debütroman "Dark Canopy" kam vor einem Jahr in den Laden und ich war einfach nur begeistert von dieser düsteren Welt, in der Menschen zu Rebellen werden, weil sie sich den Percents entgegensetzen, die alles andere als menschlich sind mit ihrer Schwäche vor dem Sonnenlicht. Dark Canopy ist eine Maschine, die jegliches Licht stiehlt und alle Farben zu trostlosen grau und schwarz verblassen lässt. Keine Sonne, keine Lebensenergie...
Joy, eine Rebellin, die in den Fängen ihrer Feinde landete und sich ausgerechnet in einen von ihnen verliebte, ist die Hauptfigur dieser Geschichte und man begleitet sie zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Liebe und Schmerz und vorallem auf dem Weg der Erkenntnis wer sie geworden ist, wie sich ihre Ziele verändert habe und was sie bereit ist zu tun, um glücklich zu werden.
Das letzte Buch endete mit der Gefangennahme von Neél, dem Percent, in den sich Joy verliebt hat und der alles daran gesetzt hat, sie vor seinen Leuten zu schützen. Matthial, Joys bester Freund aus Rebellenzeiten, will alles über die Geheimnisse der Percents wissen und vorallem wo sie ihr Waffenlager haben. Joy muss mit anhören, wie ihr Geliebter gefoltert und der Sonne ausgesetzt wird...

Matthial muss das beste für seinen Clan tun und das er einen Percent in seiner Gewalt hat, scheint ein Glücksgriff zu sein, denn durch ihn erhofft er sich gewisse Privilegien, die es seinen Leuten einfacher machen würde, zu überleben. Joy erkennt er gar nicht wieder und er ist sich sicher, dass sie nie wieder die Alte sein wird. Sie verflucht und beschimpt ihn, versucht auf ihn einzureden, dass er Neél laufen lassen soll, aber alles hilft nichts. Matthial's Plan steht fest: Er wird einen Handel mit den Percents abschließen. Als Neél weggebracht wird, ist Joy mehr als verzweifelt und sie versucht herauszubekommen, was mit ihm geschehen ist. Sie ist nun eine Gefangene der Rebellen. Als Matthial ihr dann sagt, dass Neél tot sei, bricht Joy innerlich. Sie hat kein wirkliches Zuhause mehr. Nur noch ein Ziel: Weg von hier, von den Menschen, die mal ihre Verbündeten und Freunde waren. Sie will genau wissen, wie Neél starb und ergreift die Flucht zu einem anderen Clan, dessen Anführer Jamie den Handel abschließen sollte. Was sie dort erfährt, macht sie komplett sprachlos. Und sie steckt in der Falle: Denn Jamie macht keinen Hehl daraus, dass er sie ebenso an die Percents verhöckern wird - es geht schließlich um's Überleben in einem sehr harten Winter...

Jennifer Benkau hat es wieder einmal geschafft mich völlig verzweifelt nach mehr lechzen zu lassen, doch mit diesem Buch findet die Geschichte für Joy und Neél ein Ende. Ein mehr als unerwartetes Ende und für mich persönlich ein sehr deprimierendes.
Die ersten etwa achtzig Seiten hatte ich meine Probleme mich in die Geschichte zurückzufinden. Diese Welt zwischen den Percents und den Menschen ist sehr komplex und jedes kleine Detail verrät manchmal mehr als man ahnt. Als ich dann endlich drin war, konnte ich auch kaum aufhören, denn jedes Kapitel hat sich mit einem Trommelschlag verabschiedet und mit jedem weiteren gelesenen Kapitel wurden diese Trommelschläge immer dröhnender, gefährlicher und lauter. Ich war komplett angespannt, weil ich mir einfach nicht denken konnte, wie es ausgeht. Zig Varianten, aber am Ende war dann alles völlig anders.

Joy ist eine Hauptprotagonistin, in die man sich sehr gut hineinfühlen konnte. Sie schafft es auch ausweglose Situationen sachlich zu betrachten und da ihre Teile aus der Ich-Version erzählen, bin ich sehr dankbar dafür. Ihre Gefühle stehen ihr nicht im Weg, sie weiß damit fertig zu werden und das macht sie mir einfach unglaublich sympathisch. Joy ist durch und durch eine Kämpferin, die nicht eher aufgibt, bis sie sagen kann, dass sie alles (!!) versucht hat.
Neél war in diesem Teil ein völlig anderer. Angesichts dessen, was ihm passiert ist, durchaus nachvollziehbar, aber diese düstere Schicht über ihm, hat mir stellenweise Sorge bereitetet, denn so kam er unvorsichtiger rüber - als hätte er einfach nichts mehr zu verlieren. Seine neue Stelle als Hauptmann macht ihm sehr zu schaffen, denn sich den Respekt seiner Untergebenen zu verdienen, ist ein hartes Stück Arbeit. Er denkt oft an Joy, aber sie hat sich gegen ihn entschieden und so bleibt ihm nur dieses eine verkorkste Leben, wo andere ihre Macht demonstrieren wollen...

Der Verlauf der Geschichte war sehr langsam, aber alles was man auf den Weg zum finalen Pfad erfährt, ist wichtig und zeigt wie sich Stück für Stück alles verändert. Joy ist einfach unglaublich in ihrem Mut und so war es etwas leichter diesen düsteren Geschehnissen zu folgen. Wenn Joy mitten drin ist und es schaffen kann, dann konnte ich auch das Buch auslesen, dachte ich mir.
Wenn man als Leser über einen längeren Zeitraum Charaktere begleitet, ihre Vergangenheit kennt, dann wünscht man ihnen auch eine tolle Zukunft, ein richtiges Happy End - wie man es halt auch gewöhnt ist. Aber Jennifer Benkau hat sich etwas viel spezielleres einfallen lassen. Zwei verschiedene Welten, die verschmelzen und dennoch nur schwer nebeneinander existieren können. Das große Finale dieser Geschichte hat mich wirklich traurig gemacht. Ich hätte mir mehr erhofft, aber man spürt auch, wie die Charaktere sich diesen Lebenslagen anpassen und ich musste doch einsehen, dass es ein gutes Ende ist. Ein würdiges, aber auch eines, was irgendwie nach einem dritten Teil schreit.
Benkau schrieb in ihrer Dankesrede, dass sie zu dem Zeitpunkt nicht wüsste, ob sie zufrieden sei, dass diese Geschichte nun vorbei sei, oder nicht. Es wäre schön, wenn noch etwas folgen würde, aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist...

Fazit:
Herzzereißend! Dieses Buch hat mich einfach nur berührt. Mir fehlen die Worte um dieser tollen Geschichte würdig zu werden.

Bisher erschienen:
"Dark Canopy"

Die Autorin: 
Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vielen Büchern lebt. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. Dark Canopy ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.
Jennifer Benkau's Homepage
Quellen:
Foto: © Nalla
Inhalts- & Autorenbeschreibung: script5.de